Trans Sizilien

Trans Sizilien

Am, auf und um den Etna herum! Wenn alles passt, kommen wir bis an den Rand des Etna-Kraters auf 3402 m Höhe. Neben der Anstrengung warten unvergleichliche kulinarische Genüsse der sizilianischen Küchen und Pasticcherien auf uns.
Die Reise heißt „Cento per Cento Etna“,  also zu „Hundert Prozent Ätna“! Denn gibt es keine langen Bus-Shuttles quer durchs Land zum Startpunkt an der Nordküste, keine Zwischen-Shuttles und keine langen Transfer-Zeiten vom Zielpunkt zum Flughafen. Statt dessen gibt es den Etna (Ätna) pur, vom Beginn der Reise bis zum Schluss: Wir bleiben immer in Sichtweite dieses gigantischen Berges, auch wenn wir zwei Tage durch die wilden und einsamen Pelloritani-Berge biken. Hier wurden viele Szenen des „Paten“ gedreht, weil es dort noch „wie früher“ aussah. Im „echten“ Ort Corleone dagegen war es schon damals zu modern!

 

Reise-Ablauf:


TAG 1: INDIVIDUELLE FLUG-ANREISE NACH CATANIA Übernachtung in Catania
Unsere Sizilien-Tour beginnt und endet in Catania, das heißt kurze Shuttles zum Flughafen.

TAG 2: CATANIA> LETOJANNI ÜBER TAORMINA die Küste entlang
Heute rollen wir uns erst mal locker ein, der Etna bleibt auf unserer linken Seite. Es geht entlang der schmucken Küstenorte Richtung Taormina. In Aci Castello liegen malerisch direkt vor der Küste die „Inseln der Zyklopen“ – riesige Felsen, die der Ilias-Sage nach der menschenfressende Zyklop Polyphem dem fliehenden Odysseus und seinen Bike-Kumpels hinterher geworfen hat. Viel wahrscheinlicher allerdings, dass der Etna die Brocken hier hingeworfen hat, malerisch ist es auf alle Fälle!
Kurz vor Taormina kommen wir an einem der ersten Original-Schauplätze des „Paten“ vorbei: Im Film die Villa von „Don Tomassini“, wo sich der junge Michael Corleone nach seiner Flucht aus den USA versteckt, später seine junge sizilianische Frau im Garten bei der Explosion des Autos ums Leben kommt und  auch Michael ganz am Ende des dritten Teils unter einem der charakteristischen Erker des „Castello dei Sclavi“ stirbt. Man kann leider nur durch das schmiedeeiserne Gitter aufs Haus schauen. Aber weiter gehts, zu  Bar am Lungomare von Giardini Naxos, wo es  die besten Spaghetti Vongole ( Venus-Muscheln) gibt.

Knapp 150 Meter mit vollem Bauch geht es dann hinauf nach Taormina. Hier herrscht das Touristen-Getümmel auf dem Weg zur wunderschön gelegenen Ruine des griechisch-römischen Theaters. Es geht dann nur noch kurz hinunter an die Küste zum Hotel direkt am Strand. Vorher gibt es aber noch den obligatorischen „Einkehrschwung“ auf der Piazza zum ersten Granita Caffè. [Übernachtung, Abendessen, Frühstück]

∑ 61 km 800hm


TAG 3: LETOJANNI > FRANCAVILLA durch das vergessene Gebirge
Heute geht es ordentlich zur Sache. Die Monte Pelloritani sind ein zerklüftetes Gebirge, das uns die nächsten beiden Tage einige Höhenmeter bescheren wird. Vor allem, weil wir zur Übernachtung ins Tal fahren, um angenehme Unterkünfte zu haben.
Von Letojanni fahren wir morgens noch kurz an der Küste entlang. Wir könnten zwar schon direkt durch ein wildes Tal hoch in die Berge, aber wir nehmen den nächsten Anstieg zu dem kleinen Bergdorf Forza d’Agro. Denn hier wurden Bergstrasse und vor allem die Kirche Schauplatz der „Trauungs-Zeremonie“ im Paten. Die berühmte Bar dagegen liegt nicht, wie es im Film aussieht, direkt gegenüber der Kirche, sondern im Bergdorf ein Tal weiter. Das schenken wir uns leider, denn wir haben noch viel vor. Auf dem Höhenrücken – links liegt der Etna, rechts sehen wir das italienische Festland – biken wir zum großen Berg, dem Montagna Grande, ein markanter Kegelberg. Je nachdem wie wir drauf sind, „fahren“ wir hinauf bis zum Gipfel auf 1257 m. Garantiert „tun sich herrliche Blicke auf“. Auf Schotterwegen geht es dann weiter und hinunter ins Alcantara-Tal, wo wir bei bestem Essen und sizilianischem Rotwein in einem gepflegten Agriturismo übernachten werden. [Übernachtung, Abendessen, Frühstück]
∑ 50 km 1780hm


TAG 4: FRANCAVILLA>RANDAZZO zur Mittagspause ins höchste Dorf Siziliens
Ehrlich, wir könnten diese Etappe auch  kürzer machen. Aber neben den Wegen und Abfahrten, die heute warten, gibt es einen ganz wichtigen Grund, diese Etappe genauso zu führen: Das Essen im Hinterzimmer von Guiseppe Calabresis „Feinkostladen“! Es erwartet uns dort eine fast nicht enden wollende Reihe von hausgemachten sizilianischen Köstlichkeiten, von kalten über warme Vorspeisen, noch mehr Vorspeisen, noch viel mehr Vorspeisen, dann noch die Pastavariationen, mit Tomaten, mit frischen Pilzen, mit Hirschragout…Auf den anschließend offerierten „Hauptgang“ habe ich immer dankend verzichtet. Es geht zwar nach dem üppigen Mahl „tendenziell nur noch bergab“ nach Randazzo, aber was heißt das schon. [Übernachtung, Abendessen, Frühstück]
∑ 57km 1655 hm

 

TAG 5: VON RANDAZZO ZUM ETNA SUD die erste Etappe hinauf auf den Etna
Morgens holen wir uns den Proviant für unsere heutige Etappe im Laden von Guiseppe Cala ab. Hier gibt es auch die „Dolce und Gabbana-Ausführung von Nutella“: Pistazien-Creme aus einheimischen Pistazien aus Bronté.
Wir biken durch Lavafelder aus vielen Jahrhunderten, die Randazzo bisher immer verschont hatten, im Gegensatz zu den Gefechten im zweiten Weltkrieg, deren Schäden an den Mauern der alten Stadt wir bei einer kurzen Stadtrundfahrt auffallen. Aber wir lassen das alles – Höhenmeter nach Höhenmeter – hinter uns. Unsere köstlichen Lunchpakete verzehren wir in einem Rifugio, einer unbewirtschafteten Schutzhütte. Danach geht es weiter hoch zu unserem Ziel, einem famosen Hotel auf fast 2.000 m Höhe auf der Südseite des Etna. Heute haben wir den Berg auf der Westseite von Nord nach Süd traversiert. [Übernachtung, Abendessen, Frühstück]
∑ 42 km 1548hm


TAG 6: HOCH HINAUF AUF DEN ETNA heute treiben wir es auf die Spitze
Vom „Basislager“ auf knapp unter 2.000 m geht es heute zwar „nur“ ca 1.400 hm hinauf bis an die Kraterränder. Aber hier zehren dünne Luft, leichtes bis schweres „Schwefelaroma“ und tiefgründiges Lava-Asche-Geläuf an Nerven und Kondition. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute ist, wir können mit unserem erfahrenen Etna-Bergführer, der uns heute mit seinem Bike begleitet, die ersten markant steilen Höhenmeter mit der Seilbahn überwinden. Danach geht es über die „Privat-Sandpiste“ der Etna-Unimog-Busse weiter hoch bis auf 2.900 m, wo früher das Rifugio „Torre del Filosopho“ stand, das aber nach den Ausbrüchen in den letzten Jahren total unter der Lava begraben liegt. Hier entladen die Unimog-Shuttles die“Bergtouristen“ in Flip-Flops, die dann einmal um einen der neuen Nebenkrater spazieren.

Die Krater scheinen jetzt zum „Greifen nahe“, aber das täuscht. Wir haben noch vier harte Kilometer meist schiebend vor uns, bevor wir hoch zum Kraterrand kommen. Es gibt ( oder gab) einen Verbindungsweg der Vulkanologen zur Nordpiste. Je ach Vulkantätigkeit ist er entweder verschüttet oder die Route führt durch tiefgründigen, „frisch gefallenen Lavasand“.

Wir befinden uns hier in exponierter, hoch-alpiner Lage mit allen Risiken, die das mit sich bringt. Es versteht sich also von selbst, dass wir diesen Teil der Expedition nur unternehmen/fortführen, wenn Wetter und Berg mitspielen. Die Wetterverhältnisse schlagen hier oben oft blitzartig um! Alternativ gibt es dann eine spannende Waldweg- und Trail-Abfahrt. Sind die Verhältnisse günstig, erreichen wir nach dem Abstieg und einer Lava-Abfahrt die „Nordpiste“ hinab zur Provenzana, die 2002 völlig zerstört wurde. Hier ragen die Giebel der zerstörten Gebäude noch aus der immer noch handwarmen Lava, Baumgerippe ragen mitten aus dem zerstörerischen Magma-Fluss.

Nach einer Kaffepause (mit köstlichem Schokoladen-Kuchen geht es kreuz- und quer durch die ausgedehnten Wälder fast komplett über feinste Trails hinab zu unserem Hotel in einem ehemaligen Weingut. [Übernachtung, Abendessen, Frühstück]

∑ 36km + 794 hm, –2558 tm

 

TAG 7: SANT ALFIO NACH CATANIA lockeres Rollen nach Catania
Am letzten Biketag rollen wir gemütlich hinab nach Catania. Auf dem Domplatz bestaunen wir natürlich das Wahrzeichen der Stadt, den „Liotru“, das ist ein putziger Lava-Elefant aus der Römerzeit, der einen ägyptischen Basalt-Obelisken auf dem Rücken trägt. Sehr zu genießen der gleich um die Ecke liegende Fischmarkt mit typischen Restaurants. Vom Domplatz geht die Shopping Meile Via Etnea schnurgerade in Richtung Etna, womit wir unserer 100%ige Umrundung dieses Vulkans beendet haben.
Es geht zurück in unser Hotel in der Stadt, wir verpacken in Ruhe die Bikes, gehen noch mal „schön essen“.[Übernachtung, Abendessen, Frühstück]
∑ 48 km 765 hm

 

TAG 8: UP UP AND AWAY mit dem Flieger nach Hause

Am nächsten Tag geht es „ab nach Hause“! Ciao bella Sicilia!

 

DA GEHT’S LANG, die Route:

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DAS IST ZU TUN: Gesamt 6 Bike-Etappen ca. 300 km, ca. 7343 Höhenmeter auf und ab

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Leistungen
6 Biketage, Guiding durch erfahrenden Guide
7 Übernachtungen, Frühstück,
7 Abendessen, teilw. mit Tischwein
Flughafen-Transfers Airport >< Catania
Gepäcktransport
Reiseleitung

Nicht enthalten:
individuelle Fluganreise, Getränke, nicht aufgeführte Mahlzeiten.

Schon ab 4, max.  mit 8 Teilnehmern. Kostenbeitrag pro Person im Doppelzimmer mit Halbpension  1.180,- €, Einzelzimmer-Aufpreis 180,-€.

Anspruch
6 Bike-Etappen ca. 300 km, ca. 7343 Höhenmeter auf und ab. Die Tour ist konditionell fordernd, drei Tage haben mehr als 1.500 Höhenmeter.
Die Etappe auf den Etna hinauf ist dann (trotz 500 Liftmetern) wegen der absoluten Höhe anstrengend.
Fahrtechnisch ist die Tour jedoch eher als „leicht“ einzustufen (S0 bis S1), sodass auch die Höhenmeter sicher zu bewältigen sind.

***** Fahrtechnik (Flowtrails, S0-S1)

***** Kondition

***** Natur

1.180,00 €